Rund sind bei Umiwi nicht nur die Armreifen aus thailändischem Mangoholz und die Bomelo-Ohrringe aus Mexiko. Rund ist auch das soziale und nachhaltige Geschäftsmodell, das Dorothea Schrimpe und Kathrin Ebel für ihr Berliner Unternehmen entwickelt haben. Die Werte, die hinter ihrer Idee stecken, machen ihre Schmuckstücke im wahrsten Sinne des Wortes wertvoll.

Hilfe zur Selbsthilfe

Nachdem sich die beiden kreativen Studentinnen im Jahr 2007 bei dem Hilfsprojekt „School for Life“ in Chaing Mai im Norden Thailands kennengelernt hatten, beschäftigten sie sich immer wieder mit der Frage, wie eine wirklich nachhaltige wirtschaftliche Unterstützung für die dortige Bevölkerung aussehen kann. Sie sollte in jedem Fall spendenunabhängig sein und es den Menschen ermöglichen, mit ihren eigenen Fähigkeiten und Ressourcen eine dauerhafte wirtschaftliche Existenz aufzubauen.

Im vergangenen Jahr gründeteten Dorothea Schrimpe und Kathrin Ebel dazu ihr Unternehmen unter dem Namen Umiwi, der, englisch ausgesprochen,  für „du, ich, wir“ (you, me, we) steht.

Umiwi erwirbt im Rahmen einer Handelskooperation in Thailand Mangoholz-Armreifen im fairen Handel von jungen einheimischen Produzenten und verkauft sie hier auf Messen, Ausstellungen und Märkten,  im eigenen Online-Shop, sowie über Partner-Boutiquen. Dabei legen die Gründerinnen hohen Wert auf Transparenz und schlüsseln genau auf, wie sich Einkaufspreise, Kosten und die Gewinnverteilung aufteilen.

Die wunderschönen und leichten Armreifen aus Mangoholz sind übrigens allesamt handgefertigte Unikate, die eine einzigartige Maserung aufweisen.

Neben den Armreifen hat Umiwi mit Bomelo-Ohrringen aus Mexiko ein weiteres Fair-Trade-Produkt im Angebot. Diese werden von Ureinwohnerfrauen, den Mazahuas, in traditionellen Verfahren aus Schafswolle gestrickt, mit Lebensmittelfarben bunt gefärbt und zu Ohrringen verarbeitet.

Genau wie die Produzenten in Thailand, erhalten auch die mexikanischen Frauen einen Verkaufserlös, der im Vorfeld mit ihnen abgestimmt wurde und einem fairen Einkommen entspricht. Außerdem fließt ein Teil der Erlöse zur Unterstützung von lokalen Bildungsstätten wieder in die beiden Herstellungsländer zurück.

Künftig sollen die Bomelos auch als Kettenanhänger erhältlich sein. Da die gesamte Produktion weiterhin in Mexiko stattfinden soll, ist Umiwi derzeit dort auf der Suche nach einem geeigneten Hersteller von Lederbändern. Da Umiwi hohen Wert darauf legt, dass es sich dabei um unbehandeltes Leder handelt, ist diese Suche derzeit noch nicht abgeschlossen.

Dorothea Schrimpe und Kathrin Ebel sind auch am 3. Adventswochende noch einmal mit ihrem Stand auf dem Umwelt- und Weihnachtsmarkt am Koppenplatz. Eine gute Gelegenheit also, ihre Fair-Trade-Produkte dort live anzuschauen, auszuprobieren und vielleicht dann auch als schönes Geschenk unter den nachhaltigen Christbaum zu legen.

Weitere Informationen und Kontakt: Umiwi (Website) & Umiwi auf Facebook

Fotos & Text: Hoenerbach